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Freitagszuckerl

Glücklich wie ein kleines Kind 

 Ich stelle immer wieder fest,  ich bin kein Fan von Junkfood. Aber hin und wieder gelüstet es mich: Dann möchte ich in einen vor Ketchup und Majonäse nur so triefenden Burger beißen.
Die Brötchen backe ich im Backofen auf. Die Pattys forme ich aus Rinderhack, brate sie in der Pfanne an, und lege sie dann, mit einem Stück Käse belegt, ebenfalls in den Backofen (schmeckt besser, als wenn der Käse auf den Brötchen liegt – komisch, aber wahr). Ich belege die warmen Brötchen mit klein geschnittenen Essiggurken, dem einen oder anderen Salatblatt und Tomaten. Zum Schluss türme ich alles übereinander auf. Dazu gibt es meistens typisch amerikanischen Cole Slaw (Krautsalat). Und dann freue ich mich über den ersten Bissen in das saftige Teil, und die Soßen laufen über die Finger, und ich bin einfach happy – wie ein kleines Kind! Und ähnliche Gefühle sehe ich bei meinem Lebensgefährten, auf den gleich zwei Burger warten…

Freitagszuckerl Burger
Der beste Apfel-Käse-Kuchen der Welt

Der beste Apfel-Käse-Kuchen der Welt! 

Zum Teil sind sie schon in meinem Magen verschwunden, aber ich habe immer noch ein paar im Keller gelagert: mein Lieblingsobst, der Apfel. Wenn sie im Herbst kugelrund, zart rot und gelb, fein duftend an den Bäumen hängen, dann freue ich mich wie ein kleines Kind, Eigentlich esse ich sie das ganze Jahr über, aber am besten schmecken sie einfach jetzt. Leider haben unsere Äpfel dieses Jahr nur eine handvoll Früchte getragen. Eine extrem frostige Frühlingsnacht hat die meisten Blüten zerstört. Aber netterweise bekommen wir Äpfel frei Haus geliefert – von der lieben Verwandtschaft. Und was liegt da näher, als einen Kuchen nach dem anderen zu backen.
Eines der besten Rezepte, die ich bis dato ausprobiert habe, stammt aus dem Buch meiner lieben Kollegin Anke von Heintze „Apfelliebe“. Auch wenn der Käsekuchen etwas Zeit zum Herstellen in Anspruch nimmt, das Rezept ist einfach, leicht umsetzbar und der Kuchen ist ein Traum. Leicht, luftig und äußerst schmackhaft. Ein feiner Kaffee dazu, und die Welt ist in Ordnung!

Bevor der Sommer vorbei ist…

heißt es unbedingt noch den einen oder anderen Gin Tonic trinken. Für mich ist das Mixgetränk nämlich unweigerlich verbunden mit lauen Sommerabenden, dem Rauschen des Meeres und amüsanten Abenden. Die rosa Variante habe ich zum ersten Mal auf Teneriffa kennengelernt. Verfeinert mit Gurke und Himbeere ist diese Mixtur angesiedelt zwischen frisch-fruchtig und süß-sauer – ganz nach meinem Gusto.
Ich weiß zwar nicht mehr, wann ich meinen ersten Gin Tonic getrunken habe, aber ich erinnere mich gut an einen Aufenthalt in Buenos Aires in der  Bar des Hotels Claridge vor über 20 Jahren. Der Barmann meinte beim Nachfüllen des Longdrink-Glases, ich solle Stopp sagen, so lange würde er Gin in das Glas fließen lassen. Entweder war mein Spanisch zu schlecht oder ich dachte, es sei ein Scherz, denn erst als das Glas dreiviertel voll war, reagierte ich. So viel kann ich verraten: Der Abend wurde lang…
Im Laufe der Jahre habe ich mich „hochgetrunken“. Früher war Bombay Sapphire  schon was Besonderes, mittlerweile bevorzugen wir Gin Mare oder den Josef Gin von Lantenhammer in der Blue Edition. Dieser Wacholderschnaps verändert seine Farbe beim Hinzufügen des Tonic Waters von Blau auf Rosa. Und auch beim Tonic Water bin ich mit zunehmendem Alter wählerischer geworden: Derzeit schmeckt uns Thomas Henry am besten. Dazu etwas Gurke oder Rosmarin – fertig. In diesem Sinne: auf die Gesundheit!!

Gin mit Gurke und Himbeere
Frische Zutaten und ganz viel Liebe machen ein feines Chili con Carne

Ein Chili con Carne, das auch Vegetarierinnen schmeckt

 Wer hätte das gedacht? Meine Mama ist seit vielen Jahren Vegetarierin, aber mein Chili con Carne schmeckt ihr auch. Fast besser als die selbstgemachte Bologneser Soße, sagt sie. Was ist das Geheimnis? Ich glaube wie immer sind es nicht nur hochwertige Zutaten, sondern auch die liebevolle Zubereitung und die lange Zeit, die die Gerichte köcheln. Der runde Geschmack zwischen süß (italienische „Mutti“-Tomaten und brauner Zucker) und scharf (mitgebrachte Harissa-Paste und gemahlener Kreuzkümmel aus Ägypten) sowie würzig (getrockneter Oregano von Livadi) sorgt für einen feinen Geschmack. 
Ein Löffel Topfen obendrauf, dazu ein knuspriges Baguette – mehr braucht’s nicht. Obwohl, vielleicht ein Glas Rotwein dazu. Bevorzugt natürlich aus einem Land, in dem die Leute spanisch sprechen. Allerdings: Bei der Herkunft des Gerichts scheiden sich die Geister… Aber was soll’s, ein kräftiger, roter Tropfen passt perfekt. Und da ich gerne Dinge wiederverwerte, wandern die Gläser abgespült in meinen Fundus, und die Konservendosen bereichern meinen „Blumen-Kindergarten“ am Fensterbrett (unter anderem Sonnen- und Ringelblumen sowie Kapuzinerkresse). Als Geschenk kommen die Konserventöpfe auch gut an!
Übrigens: Wer’s wirklich vegetarisch haben möchte, im Kochbuch „Möhre liebt Schnitzel“ aus dem Christian Verlag gibt es sowohl ein Rezept für Chili con als auch sin Carne. Ich mag allerdings weniger Knoblauch als dort angegeben, lasse die Möhren weg und nehme stattdessen Mais, verwende Brühe, würze mit Kreuzkümmel und Oregano. 

Take-away in Zeiten von Corona

Normalerweise genießen wir regelmäßig die kreative Küche des Landhaus Tanner in Waging a. See – oft verbunden mit einem Spaziergang. Ob Mittagsmenü in der ländlich-chic eingerichteten Stube, Kaffee und Kuchen auf der Sonnenterrasse mit Blick in den grünen Garten oder ein mehrgängiges Menü am Abend im stylischen Nebenzimmer: Franz Tanner verbindet saisonale Zutaten mit regionalen Angeboten. Und dank des Take-away-Service können wir uns in Zeiten wie diesen den Genuss nach Hause holen. Ob Backhendl und Kalbsrahmgulasch (Foto) oder Vitello Tonnato und Saltimbocca – jede Woche gibt es eine neue Karte. In dieser Woche locken unter anderem Frühlingssalat mit Vitaldressing, Spargelgröstl, Kirschtomaten und Parmesan, Waginger Schnitzel mit Schinken und Bavaria Blu-Käse sowie Maibock aus „Martl’s Jagd“ mit Schwammerlgröstl und Serviettenknödl. 
Zu Ostern gab es ein dreigängiges Menü. Auch dieses schmeckte sensationell, auch wenn der angerichtete Teller etwas anders aussah als sonst – wir hatten zu viel Hunger, um das Ganze auch noch schön anzurichten!

So kann Junkfood auch munden 

Ich bin ja eher nicht so der Junkfood-Fan. Aber nachdem ich regelmäßig Menschentrauben an diesen bunten Würstchenwägen, den Pølsevogn, stehen sah, siegte meine Neugierde.
Und ich war richtig mutig! Bestellte einen Hotdog mit „allem“ und sagte, dass ich das Teil gerne so hätte, wie es die Dänen essen. Und was landete alles auf der roten Wurst: rote Zwiebeln und Röstzwiebeln, Gurken, Ketchup, Senf und Majonäse. Umhüllt von diesem innen weichen und außen knusprigen Brötchen. Sehr fein! Die Teile haben echt Suchtpotenzial.
Ich darf verraten: ein zweiter Hot Dog musste es sein… Die Kopenhagener trinken zum Hotdog übrigens gerne kalten Kakao – darauf habe ich dann doch verzichtet.

Manchmal vermisse ich Hamburg

Eigentlich habe ich nur kurz in Hamburg gelebt. Aber ein Genusserlebnis wird mich mein Leben lang begleiten. Nach einem Spaziergang an der Elbe in der Gegend von Blankenes aß ich das feinste Fischbrötchen, das ich jemals gekostet habe. Im Freien sitzend vor der Kajüte S.B. 12  mit Blick auf die Elbe – einfach sensationell! Da stellte sich für mich doch die Frage, warum wir in Bayern keinen so leckeren Matjes haben – trotz diverser Feinkostgeschäfte? Die Antwort eines Hamburgers: „Wir schicken doch nicht unsere A-Ware zu euch nach Bayern; die essen wir lieber selbst…“ Na dann ist ja alles klar. 

Wenn eine Soße an früher erinnert 

Meine Großeltern hatten in den 1960er-Jahren eine Wohnung in Dorf Tirol gekauft. Wir verbrachten viele Urlaube hier – bevorzugt in den Osterferien. Als Kind fand ich es toll. Als Jugendliche nervten nicht nur die Rentner… Vor einigen Jahren wurde die Wohnung leider verkauft. 
Aber ich verbringe regelmäßig ein paar Tage in Dorf Tirol. Bevorzugt im Frühling. Die Apfelbäume blühen, der frisch-fruchtige Weißburgunder schmeckt besonders gut und auf dem Teller landet der Terlaner Spargel. In die typische Bozner Soße könnte ich mich immer wieder reinlegen – das ging mir bereits als Jugendliche so. Unser Design-Hotel Gartner garniert den Südtiroler Klassiker mit Hausschinken. Sensationell!

Wie im Ristorante in Italien

Den Massimo kenne ich schon viele Jahre. Früher hatte er mal das Segafredo-Café Am Esbaum in Rosenheim. Die letzten Jahre machte er dann die Bahnhofsstraße in der Innstadt unsicher. Und jetzt?
Jetzt kocht er in seiner „Trattoria Siciliana“ in Frasdorf auf. Und wie im Süden üblich, benötigen die Gäste keine Karte, sondern dürfen sich vom Chef persönlich verwöhnen lassen. Das Vorspeisenteller (Foto)  ist bereits eine Sünde wert. Der Zwischengang erfreut die Herren am Tisch (Nudelnester). Beim Hauptgang läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Und spätestens bei der Nachspeisen-Variation sind wir alle so satt glücklich, dass wir den empfohlenen Grappa gerne annehmnen. Wir kommen wieder, lieber Massimo! 

Der etwas andere Kaffeegenuss 

Natürlich war es auf Teneriffa, als ich zum ersten Mal einen Barraquito sah. Ich bemerkte, mit welchem Genuss er getrunken wurde. Und ich fragte die Kellnerin, was dieses zauberhaft aussehende Getränk denn sei.

Barraquito – Espresso mit Likör. Ganz unten kommt die gezuckerte Kondensmilch, dann der Espresso, gefolgt vom „Licor 43“, darauf der Milchschaum und als i-Tüpfelchen auf dem Kaffeegenuss eine Prise Zimt. Genial. Im Sommer und überhaupt. Tolle Infos dazu gibt es hier.

Eine richtige Bologneser Soße dauert

Meine erste Erinnerung an Spaghetti Bolognese (richtig: Ragù alla bolognese) stammt aus meiner Kindheit. Ich weiß aber nicht mehr, ob ich bei uns zu Hause oder im Urlaub das Gericht kostete. Seit dieser Zeit liebe ich den italienischen Klassiker. Allerdings: Nur selten gibt es die Bologneser Soße im Original. In Deutschland ist es oft eine Tomatensoße mit Fleischeinlage. Deshalb koche ich mittlerweile einmal im Monat einen ganzen Topf voll (Originalrezept). Das Originalrezept habe ich mittlerweile etwas modifiziert. Ich nehme weniger Pancetta als angegeben und verwende auf jeden Fall Rotwein. Und den Tipp eines exzellenten Kochs: Lorbeerblätter runden ab.